Feste im Kindergarten

Feste sind besondere, aus dem Alltag hervorgehobene Tage. Eine gewisse Zeit der Vorbereitung ist wichtig für die Kinder. Sie gibt ihnen Gelegenheit, sich darauf einzustimmen. Feste, die mit Vorfreude, aber auch Geduld erwartet werden können, sind Höhepunkte des Jahreskreises. Zu einem Fest gehören Licht, Schmuck und Nahrung, sie sprechen Geist, Seele und Leib an. Das Licht ist das Symbol der Innerlichkeit. Der Schmuck für den Tisch und den Raum, das nicht alltägliche Kleid und die besonderen Speisen stimmen alle festlich ein.

Geburtstage sind ein ganz besonderes Ereignis in unserem Kindergarten. Das Geburtstagskind wird am Morgen mit einem Lied begrüßt. Der Tisch wird festlich geschmückt und Kerzen in entsprechender Alterszahl angezündet. Wir singen ganz speziell für das Geburtstagskind, das in der Mitte des Kinderkreises steht. Es hat den Geburtstagsumhang an und die Geburtstagskrone auf dem Kopf – ein wichtiger Moment. Ein Geburtstagsreigen mit dem Öffnen des Geschenkes am Geburtstagstisch und die für jedes Kind individuell gestaltete Geburtstagsgeschichte runden den feierlichen Morgen ab. Das Geburtstagskind bringt von zu Hause ein kleines Frühstück mit. Dies wird vorher mit der Erzieherin abgesprochen.

Das Kindergartenjahr beginnt im Herbst mit dem Erntereigen und dem Erntedankfest. Die Kinder bringen ein Körbchen mit Gemüse aus dem Garten mit, daraus kochen wir eine Gemüsesuppe.

 

Michaeli ist am 29. September und liegt inmitten der Zeit, in der von einem auf den anderen Tag alles braun, welk und vergangen ist. Im Morgenkreis spielen die Kinder den Michaelireigen.

St. Michael hat den Drachen der Dunkelheit besiegt.

Zusammen mit den Familien unserer Kinder trifft sich das Kollegium auf dem Waldparkplatz. Dort zünden wir die selbst gebastelten Laternen an und tragen das Licht durch den dunklen Wald.

An dem Platz, den die Kinder auch von unserem Waldtag kennen, wird ein großes Feuer entzündet und das mitgebrachte Essen wird gemeinschaftlich geteilt. Zum Abschluss singen wir.

Mit dem Adventsgärtlein begehen wir den ersten Advent. Jedes Kind entzündet sein Apfellicht am großen Licht in der Mitte  einer Moss- und Tannenspirale und trägt es nach Hause. Das ist jedes Jahr ein ergreifendes Fest für Eltern und Kinder gleichermaßen.

Der Nikolaus kommt an „seinem“ Tag zu Besuch in den Kindergarten. Weil er so viel zu tun hat, stellt er seinen Sack vor unserer Tür ab. Für jedes Kind hat er Äpfel, Nüsse und Lebkuchen mitgebracht, die genüsslich in stimmungsvoller Atmosphäre gegessen werden.

Die Zeit bis Weihnachten ist geprägt von Bienenwachsduft am Morgen, Plätzchen backen, Weihnachtslieder-Singen und dem Weihnachtsspiel, dem am letzten Tag vor den Ferien die Eltern zuschauen dürfen. Wichtig ist auch das kleine Kripplein, das sich die Kinder basteln, dazu Maria und Josef kneten und am Ende mit nach Hause nehmen.

In der „festarmen“ Zeit zwischen Weihnachten und Ostern feiern wir im Kindergarten ein Faschingsfest. Der Faschingskasper, der die Kinder in dieser Zeit besucht, verursacht so manchen Schabernack. An diesem Tag dürfen die Kinder verkleidet kommen und bei Spiel, Tanz und Hindernislauf haben wir viel Spaß.

In der Zeit, in der die Lebenssäfte der Natur kräftig zu steigen beginnen und scheinbar aus dem Nichts blaue, gelbe und rote Blümchen aus der Erde wachsen, die kahlen Bäume plötzlich über Nacht grüne Spitzen zeigen und die Tage morgens endlich wieder heller werden, da feiern wir das Osterfest. Der einziehende Frühling, das Ei, der Hase, der immergrüne Buchs, das Backen, das Suchen und Finden und vor allem die Freude und das Staunen an all dem Wiedererwachenden, an den Blümchen, die im Garten sprießen, den Vögeln und der wärmenden Sonne – das sind die Bilder, die wir den Kleinen von Ostern vermitteln können. Dadurch erlangen die Kinder ein intuitives Verständnis der Geschehnisse um Ostern – über die Sinne ergriffen und tief verankert als ewige Seelenfähigkeit.

Zu unserem Pfingstfest im Kindergarten erhält jedes Kind einen frischen grünen Zweig mit einem weißen Vögelchen. Das Vögelchen steht für das Bild der Seele, die sich aufschwingt zum Himmel, ein Symbol des Weit-Werdens und Sich-Öffnens. Wir backen zusammen einen Pfingstrosenkuchen und jedes Kind bringt Blumen mit, damit unserer Raum festlich geschmückt werden kann.

An Johanni, dem 24. Juni, feiern wir die Sommersonnenwende mit Stockbrot, Tänzen, Liedern und einem Feuer, über das die Kinder freudig springen dürfen.

Den Abschluss des Kindergartenjahres bildet das Sommerfest mit einer Aufführung. Die Eltern bereiten verschiedene Spiele für die Kinder vor und mit einem mitgebrachten Buffet verabschieden wir uns in fröhlicher Runde für dieses Kindergartenjahr voneinander.

Die „Großen“ Königskinder, die im Herbst eingeschult werden, haben ihr eigenes Abschiedsfest, an dem sie all ihre selbstgemachten Dinge, wie z. B.  Holzschwert, Piratenschiff oder Puppenbett mit nach Hause nehmen dürfen. Das von den Königskindern einstudierte Abschlussspiel, ein Puppen- oder Schattenspiel, wird vor den Eltern aufgeführt. Von den KindergärtnerInnen bekommen sie ein kleines Abschiedsgeschenk und eine Karte mit auf ihren Lebensweg.

Basar

Der Basar ist der Höhepunkt der Elternarbeit und wichtiger Bestandteil der Öffentlichkeitswirkung des Vereins. Er findet jeweils einmal im Jahr als Herbstbasar im Oktober statt. Es werden sowohl die selbst gefertigten Einzelstücke (die im Laufe des Jahres in Bastelkreisen von Eltern gefertigt wurden) angeboten, als auch die von externen Anbietern. Selbstgebackener Kuchen und Kaffee versüßen den Nachmittag. Kinder dürfen sich über ein Puppenspiel freuen und viele tolle Angebote erleben. Die Elternschaft organisiert den Basar in Eigenregie. Die Einnahmen werden für Anschaffungen in der Wiegenstube oder im Kindergarten gebraucht.

Elternabende und Infoveranstaltungen

Informationselternabende und Gesprächsangebote mit folgenden Themenschwerpunkten werden regelmäßig angeboten:

  • Konzept der Kleinkindarbeit, die Eingewöhnungszeit, den Tages- und Jahresablauf.
  • Übergang von der Wiegenstube zur Kindergartengruppe.
  • Informationen über Gesprächsmöglichkeiten mit den Erzieherinnen und die Notwendigkeit von Entwicklungsgesprächen zu gesonderten Gesprächsterminen.
  • Elternabende mit pädagogischen Schwerpunkten zu allgemeinen und speziellen Themen der Waldorfpädagogik.
  • Information über die Strukturen des Kindergartens und Möglichkeiten der Mitarbeit (Arbeitskreise, Vorstand, Gartenaktionen usw.).